Die finnischen Saami im zweiten Weltkrieg

Die kurze Geschichte der finnischen Saami



In den ersten Jahrhunderten nach Chr. standen die Finnen in harten Kämpfen mit der lappländischen Urbevölkerung. Sie drängten vom Baltikum über den finnischen Meerbusen nach Südwest-Finnland; die Saami zogen sich allmählich in die Urwälder und Tundren des hohen Nordens zurück. Die Anzahl der Saami in Finnland war damals verhältnismäßig klein, etwa 2.500. Früher lebten die Saami noch in vielen Gegenden Südfinnlands, wovon gewisse Ortsnamen heute noch erzählen. Noch gegen Ende des Mittelalters dürfte die Zahl der Saami zugenommen haben. Im Jahre 1900 betrug ihre Anzahl 1.336, im Jahre 1910 1.659 und im Jahre 1940 2.113 (Saamelaiskomitea 1951). Von den 31.000 Saamen der fennoskandinavischen Halbinsel wohnten vor dem zweiten Weltkrieg etwa 20.000 in Norwegen, 7.000 in Schweden und etwa 2.500 in Finnland und der Rest auf der Kolahalbinsel.

Nachdem die Saami früher weit unten in Südfinnland herumstreift waren, beherrschten sie gegen Ende des Mittelalters im großen Ganzen noch das gesamte nördliche Finnland. Aber von den immer wichtiger gewordenen Handelsplätzen am Botnischen Meerbusen strebten die Neusiedler immer weiter nach Norden. Die Flusstäler Tornio und Kemi wurden schon frühzeitig von den Neusiedlern bebaut, und schon auf der Karte von Olaus Magnus aus dem Jahr 1539 ist Pello verzeichnet, heute ein großes Dorf etwas nördlich vom Polarkreis. Bald begann der schwedische Staat sich für die Kultivierung der unbebauten Gegenden zu interessieren. Der Markplatz Tornio an der Mündung des Tornioflusses, das Zentrum des Handels in Nordfinnland, wurde im Jahre 1621 zur Stadt Tornio. Da die Haupteinnahmequellen der Höfe an den Flüssen sich in die erster Linie auf Fischfang und Jagd stützten, waren die Abstände zwischen den Gehöften anfangs groß.

Zu dieser Zeit war unter den Saami, aufgrund des staatlichen Interesses für die Besiedelung des Nordens, eine gewisse Unzufriedenheit darüber zu bemerken, dass die reichen Bauern aus Mittel-Finnland ihre Jagd- und Fischfahrten bis an den Polarkreis ausdehnten. Schon damals waren die südlichsten Saamidörfer verhältnismäßig arm, während die nördlichsten, z.B. Inari, reicher waren. Das war ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Nähe der vorwärtsdringenden Neusiedler das Erwerbsleben der Saami, das weite Gebiete erforderte, schon frühzeitig beeinträchtigte.

Die Entwicklung, die frühen Phasen und der Ursprung des samischen Volkes liegen zum großen Teil auch heute noch im Dunkeln der Geschichte

Jetzt weiß man, dass die samische Sprache zum uralischen Sprachstamm und zur finno-ugrischen Sprachgruppe gehört. Man vermutet heute, dass sich die Ursamen und die Urfinnen nach und nach aus einer finnisch-samischen Urbevölkerung heraus entwickelt haben, die die Küstengebiete des Finnischen Meerbusens und das Binnenland zumindest noch im Jahre 2000 v. Chr. bewohnten. Ein neuer Bevölkerungsstrom veränderte im Laufe der Jahrhunderte das Erwerbsleben und die Sprachverhältnisse der Bewohner im südlichen und südwestlichen Finnland.

Allmählich entstand eine Kulturgrenze zwischen den sich von diversem Fanggewerbe ernährenden Ursamen des Nordens und den weiter im Süden lebenden Urfinnen, die sich primitive Landwirtschaftsformen zueigen gemacht hatten. Die Verbreitung der Landwirtschaftskultur nach Norden verschärfte die Kulturgrenze und führte schließlich dazu, dass die recht weit auseinander geratenen finnischen und samischen Sprach- und Kulturverwandten zu nahen Nachbarn wurden. In diesem Zusammenhang hat man viel über die Anpassung der Saami gesprochen. Im Grunde hat es sich um eine Veränderung der samischen Lebensweise gehandelt, um ein Ersetzen des alten Systems durch die finnische Lebensform mit den dazu gehörenden Rechtsvorstellungen. So wurden die eigenen Verwaltungssysteme der Saami, die auf einer dauerhaften Nutzung der Naturreichtümer beruht hatten, verändert.

Dass die Samen Einwohner von vier Staaten wurden und sich auf den heutigen Gebieten niederließen, ist im Hinblick auf die mehrtausendjährige Vergangenheit des Volkes eine junge Erscheinung. Bis zum Jahre 1751 waren die Samen eindeutig noch keinem Staat untertan.

Die erste radikale Veränderung der Eigentumsverhältnisse im Samengebiet erfolgte etwa ein Jahrzehnt nach der so genannten Gründung der Finnischen Republik im Jahr 1917. Zu der eigentlichen Unabhängigkeit war es durch die politische Bindung an Finnland gekommen. Die wirtschaftliche und soziale Desintegration dauerte über drei Jahrzehnte. In dieser Zeit wurde lediglich eine politisch-administrative Neuorganisation in Samengebiet erreicht. Die notwendigen wirtschaftlichen Restrukturierungsmaßnahmen wurden dagegen nur punktuell und sporadisch realisiert. Nach dem schwedisch-russischen Krieg (1809) wurde von vielen ursprünglichen Samen ihr eigener privater Bauernhof gegründet. Der Erfolg lag vor allem darin begründet, dass nun auf der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ebene ein komplexer Strukturaufbau erfolgte.

Die Saamibevölkerung wohnt im nördlichen Teil Lapplands. Viele finnische Saami nahmen auch am Winterkrieg 1940 und danach am Fortsetzungskrieg gegen Russland 1941-1944 und im Lapplandkrieg gegen Deutschland von Anfang Oktober 1944 bis 25. April 1945 teil.

Lappland ist ein großes Gebiet



In Nord-Lappland wechselt das Land von dichtem Urwald bis zu offener Berglandschaft. Die Fichten werden schlanker und schlanker und rücken voneinander ab. Es ist wohl so, dass ihre Äste sich nicht mehr ausbreiten dürfen, um nicht vom Schnee erdrückt zu werden, und dass sie sich freistellen müssen, um des Sonnenlichtes noch in dem Maße teilhaftig zu werden, wie es zu ihrem Dasein und Wachsen nötig ist.

Lappland mit seinen weiten Wäldern und den Ödmarken, mit tückischen Mooren und kahlrückigen Höhenzügen, das schließlich in die baumlose Tundra übergeht, hat einen einmaligen Reiz und Zauber. Es ist ein Land ohne natürliche Grenzen. Und selbst die politischen Grenzen respektierte der nomadisierende Saami bis zum zweiten Weltkrieg nicht. Wo er gute Weidegründe für seine Rentierherden fand, da zog er eben hin, mögen sie im finnischen, norwegischen oder schwedischen Territorium liegen. Heutzutage ist diese Lebensweise unmöglich.

Der Winterkrieg zwischen der Sowjet-Union und Finnland



Nachdem im September 1939 zwischen den Großmächten Mittel- und Westeuropas der zweite Weltkrieg ausgebrochen war, zogen bald auch an den finnischen Grenzen die Wetterwolken eines neuen Krieges mit Sowjetrussland auf.

Da Finnland die von der Sowjetunion erhobenen Forderungen auf Landabtrennungen nicht zugestand, begann am 30. November 1939 mit einem █berfall der sowjetrussischen Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft auf das finnische Territorium für die Finnen der zweite Freiheitskrieg, der vielfach auch die Bezeichnung Winterkrieg führt. Dieser Kampf, der in einem besonders harten Winter ausgefochten wurde, führte der Welt die heldenhafte Verteidigung eines kleinen Volkes gegen eine Millionenarmee, mit der die sowjetrussische Großmacht Finnland zu erdrücken suchte, vor Augen.

Das zu verteidigende Gebiet war sehr lang gestreckt. Allein schon die Landesgrenze mit Russland betrug 1560 km vom Finnischen Meerbusen bis zum Eismeer. Ein erfolgreicher Krieg, der gegen Russen und für die hohen Werte ewigen Rechtes geführt wurde.

Das ganze lappländische Gebiet war somit das Wirkungsgebiet der russischen Flugzeuge von Murmansk und Kandalasch. Man schätzte, dass die Russen bei Eröffnung der Kampfhandlungen mindestens 200-300 Flugzeuge auf ihren Stützpunkten in Lappland zur Verfügung hielten. Sich die █berlegenheit in der Luft zu verschaffen, war für eine derartige Anzahl von Flugzeugen keine Schwierigkeit. Das kurze Tageslicht beschränkte jedoch die Tätigkeit der russischen Luftwaffe.

Nach dreieinhalb Monaten Krieg (105 Tage) stand Finnland nach wie vor allein dem übermächtigen Feinde gegenüber, dessen Zahl trotz der gewaltigen Verluste immer noch wuchs. Der Völkerbund hatte sich als unfähig erwiesen, den Streit zu beenden. Auf Grund der herrschenden Verhältnisse in Europa fehlte den Großmächten, die sich vielleicht für das Schicksal des finnischen Volkes interessierten, jede Möglichkeit, zugunsten Finnlands einzugreifen; die Aussichten der Finnen zur Fortsetzung des Krieges wurden immer ungünstiger. Sie stellten daher am 13. März 1940 den ungleichen Kampf ein und nahmen einen harten Frieden an, der dem Sowjetreich fast alle Schlachtfelder auslieferte, auf denen die finnischen und natürlich samischen Soldaten ihr Blut vergossen und Wunder an Tapferkeit vollbracht hatten.

Aber der finnische und samische Soldat hatte das Bewusstsein, dass er ehrenvoll unterlegen war. Auch die samische Heimatfront, in der ungezählte Luftangriffe Tod und Entsetzen unter Frauen und Kinder verbreitet hatten, hatte nicht versagt.

Mit unerhörter Standhaftigkeit und Zähigkeit hatte der samische Soldat sich auf jedem Fußbreit finnischer Heimaterde festgebissen und mit großer Verwegenheit sogar feindliche Gruppen von überlegener Stärke wiederholt erfolgreich angegriffen. Auf beiden Seiten war der kurze Winterkrieg mit größter Härte und Rücksichtslosigkeit geführt worden, denn auch die Rote Armee hatte, nach der Tradition des russischen Soldaten, eine unglaubliche Ausdauer und Härte bei ihren Angriffen und bei der Abwehr der finnischen Gegenstöße bewiesen.

Im Winterkrieg (1939-1940) drang von Petsamo aus eine russische Truppe im Umfange einer Division über das Gebirge nach Süden vor. Aber der Angriff stockte bei Nautsi. Teils Versorgungsschwierigkeiten und der strenge Polarwinter, teils heftige Gegenangriffe der Finnen zwangen die Russen zu einem eiligen Rückmarsch rasch nach Norden. Trotz wiederholter Versuche und Verstärkung, die sie erhielten, vermochten die Russen auch später hier nicht die Verteidigung der Finnen zu durchbrechen, sondern die Front blieb bis zum Ende des Krieges bei Nautsi.

Eine schlimme Folge des Winterkrieges war für die Finnen und Saami die Unsicherheit. Mit besonderem Interesse verfolgten die Finnen die Entwicklung der Lage zwischen Sowjetrussland und Deutschland. Eine schwere Belastung für das deutsch-finnische Verhältnis hatte die deutsche Politik zu Beginn des zweiten Weltkrieges gebracht: die erste Reise Ribbentrops am 23. August 1939 nach Moskau, die zu Abschluss (eines Nichtangriffspaktes zwischen Russland und Deutschland) geführt hatte.

Den Winterkrieg beendete der Friede von Moskau, der am 13. März 1940 unterzeichnet wurde. Die Verluste auf finnischer Seite beliefen sich auf annähernd 22.000 Gefallene. Viele Saami waren gestorben. Russen bombardierten kleine Saamibesiedlungen in Petsamo und in Inari. Die alte Kirche von Inari wurde durch russische Bomben Anfang Februar 1940 zerstört. Finnland verlor mehr Land, als es auf dem Schlachtfeld verloren hatte. Der Sowjetunion musste die ganze Karelische Landenge abgetreten werden, außerdem die östlichen Teile von Kuusamo und Salla, die Kalastajasaarento-Halbinsel in Petsamo und die östlichen Inseln des Finnischen Meerbusen.

Finnland erreichte aber sein wichtiges Ziel. Es war nach wie vor ein unabhängiger Staat. Die finnischen Saami hatten in äußerst handgreiflicher Art gezeigt, dass sie schon anderes zu verlieren hatten als Fesseln, und dieses andere verteidigten sie.

Während des Winterkrieges kam es zu einer Annäherung zwischen Deutschland und Finnland, was nicht zuletzt aus der Geschichte erklärbar war: In den 1930er Jahren benötigte Finnland einen starken Verbündeten und für Deutschland war Finnland wegen seiner geostrategischen Lage (Ausrichtung nach Nordnorwegen, Schutzwacht im Nordosten gegen Russland) von großer Bedeutung. Mittlerweile mehrten sich die Hinweise, dass die Unterstützung des Deutschen Reiches für Finnland trotz des bestehenden Paktes mit der Sowjetunion im Geheimen weit größer war als bislang bekannt.

Was war die eigentliche Bedeutung des Winterkrieges?



Die Tatsache, dass die Russen erst im Winter tatsächlich angriffen, begünstigte die Verteidiger noch weiter: Während sich die Finnen nun auf Skiern noch schneller und vor allem lautlos im Gelände bewegten, waren die geländeunkundigen russischen Infanteristen im Wesentlichen an die wenigen Straßen gebunden. Oft konnten die Verbände, die den feindlichen Vormarsch aus der sicheren Deckung der Wälder zu beiden Seiten der Straßen beobachteten, nicht widerstehen und griffen den Gegner direkt an. Das Ergebnis war absehbar. Im Winterkrieg verloren die Finnen insgesamt 68.480 Soldaten, davon 24.923 an Gefallenen und Vermissten, 43.557 an Verwundeten. 105 Tage lang, vom 30. November 1939 bis zum 13. März 1940, wehrten sich die Finnen gegen die übermächtige Sowjetunion, knapp vier Millionen standen gegen einhundertachtzig Tausend. Es war ein einseitiger Kampf, an dessen Ausgang kein Zweifel bestehen konnte.

Wohl an seiner Atmosphäre der internationalen Rechtlichkeit hatte sich das finnische Volk nicht der █bermacht gebeugt, sondern war mit der Waffe in der Hand für seine Freiheit und staatliche Selbständigkeit eingetreten und hatte so der ganzen Welt ein Beispiel gegeben. Mochte der Preis für Freiheit und Unabhängigkeit auch noch so hoch sein, die Finnen waren bereit gewesen, ihn zu bezahlen. Wenn man bedenkt, dass die Finnen dieses eine und einzige Ziel am Ende doch erreichten, verliert die Tatsache, dass sie den Winterkrieg militärisch verloren, wohl jede Bedeutung.

- Mielestäni ei voi sanoa, että suomalaiset olisivat hävinneet sodan sotilaallisessa mielessä. Toki rintamatilanne 13.3.1940 oli heikko ja suomalaisten rintama romahduspisteessä, mutta ei voi sanoa sotaa hävityksi.

Als die Finnen am 13. März 1940 den Friedensvertrag von Moskau unterzeichneten, war alles vorbei: Finnland war militärisch geschlagen und besiegt.

Aber 105 endlose Tage lang hatten sich die Finnen mit dem Mut der Verzweiflung gegen die übermächtige Rote Armee gewehrt und dem Gegner dabei überraschend schwere Schläge zugefügt. Dass die Finnen am Ende unterliegen mussten, war klar. Sie mochten sich so verbissen schlagen, wie sie wollten, gegen die ungeheure █bermacht des Gegners gab es keine Hoffnung auf einen militärischen Sieg. Es war ein Kampf Davids gegen Goliath.

Der Krieg zwischen Deutschland und der Sowjetunion



Schon der erste Entwurf der OKW- (Oberkommando der Wehrmacht) Weisung Nr. 21 vom 18.12.1940 für den Russlandfeldzug (Operation "Barbarossa") nannte neben Moskau, Leningrad, Kiew und Rostov auch Murmansk als operatives Ziel. Warum? Für die wachsende Bedeutung dieser Stadt - besonders im Zweiten Weltkrieg - gab es mehrere Gründe: Murmansk besitzt den einzigen eisfreien Hafen in Nord-Russland, weil der warme Golfstrom aus Mexiko 1200 Kilometer breit durch das europäische Nordmeer bis nach Spitzbergen in die norwegischen Fjorde und auch zur Kolabucht fließt. Dagegen bleibt zum Beispiel der südlicher liegende Hafen Archangelsk drei Monate lang zugefroren. Außerdem: Aufgrund des Leih- und Pachtvertrages vom 12.7.1941 lieferten die Vereinigten Staaten der Sowjetunion riesige Mengen an Hilfsgütern, so z. B. 427.284 Lastwagen, 50.000 Jeeps, viele Tonnen Lebensmittel, Bekleidung u. Ä. Diese Waren wurden über den Atlantik unter der Bezeichnung PQ nach Murmansk, Archangelsk und Molotovsk befördert.

Der Nachschub rollte von Murmansk aus über die Murmanbahn südwärts nach Leningrad und Moskau. Im Zweiten Weltkrieg stellte diese Bahnverbindung den Hauptversorgungsstrang zur russischen Front dar, und die beförderten Güter glichen den Großteil der gesamten Materialverluste der Sowjets wieder aus.

Für Hitler und seinen Generalstab war die Murmanbahn ein Albtraum, denn Petsamo (mit den Nickelgruben) und Murmansk (das potenzielle Aufmarschzentrum der Sowjets im hohen Norden) lagen nur 100 Kilometer auseinander. Im Feldzugsplan wurde deshalb auch festgelegt: "Die wichtigste Aufgabe der Gruppe XXI bleibt während der Ostoperation der Schutz Norwegens. Die darüber hinaus verfügbaren Kräfte sind im Norden (Gebirgsjägerkorps) zunächst zur Sicherung des Petsamogebietes und seiner Erzgruben sowie der Eismeerstraße einzusetzen, um dann gemeinsam mit finnischen Kräften gegen die Murmanbahn vorzustoßen und die Versorgung des Murmangebietes auf dem Landwege zu unterbinden..." Im Frühjahr 1941 kamen deutsche Truppen nach Finnland, um von hier aus nach Norwegen zu gelangen.

Im Gegenzug für die Erlaubnis zur Truppenpassage lieferte das Deutsche Reich modernste Waffen zu äußerst niedrigen Preisen. Am 22. 1941 Juni begann die "Operation Barbarossa" als Präventivschlag gegen die zum Überrennen ganz Europas bereitstehende Rote Armee.

Die Angriffe erfolgten dabei auch durch in Finnland stehende Einheiten der Wehrmacht, denen sich am 25. Juni Truppen des Gastgeberlandes anschlossen. Bemerkenswert: Finnland hatte keinen eigentlichen Bündnisvertrag mit Deutschland; ein solcher wurde auch nie abgeschlossen.

Der Krieg zwischen Deutschland und Sowjetunion begann am 22. Juni 1941 am frühen Morgen. Hitler berichte u.a. : ..."Deutschland habe nach wie vor in Finnland keine politischen Interessen, ein neuer Krieg Russlands gegen das kleine finnische Volk aber könne von der Deutschen Reichsregierung als nicht tragbar angesehen werden, um so mehr, als wir an eine Bedrohung Russlands durch Finnland niemals glauben könnten..." Das wichtigste politische Ziel des Fortsetzungskrieges war, das zurückzubekommen, was das Land im Winterkrieg verloren hatte, und dieses Ziel war bei regierungsinternen Verhandlungen schon in den letzten Tage des Winterkrieges aufgestellt worden. Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion im Sommer 1941 schuf nun eine völlig neue Situation: Die Finnen konnten diese Möglichkeit nicht verstreichen lassen in der Hoffnung, vielleicht eine bessere Möglichkeit zu bekommen, wiederzuerlangen, was sie verloren hatten. Hinter den Kulissen hatten sie einen Kampf zwischen politischem Realismus und heimatromantischer Wolkenmalerei zu bestehen.

Das machte die Deutschen und Finnen zu treuen Waffengefährten. Später jedoch musste Finnland unter dem Druck der Ereignisse an der deutsch-sowjetischen Front jenseits des Finnischen Meerbusens und den finnisch-sowjetischen Fronten in Karelien am 2. September 1944 von deutscher Seite treten, um als Staat seine Selbständigkeit zu erhalten.

Das von Kirkenes her anmarschierende Gebirgsjägerkorps Norwegen rückte an diesem Tage (22.6.1941) in das Gebiet von Petsamo ein.

Das finnische Heer hatte zu dieser Zeit seine Verteidigungsstellungen an der Grenze bezogen und marschierte hinter dem Sicherungsschleier längs deren langen Ostgrenze in den Versammlungsräumen der Divisionen auf. Die Befestigungsanlagen, welche an der neuen Grenze in der kurzen Friedenszeit nach dem Winterkrieg entstanden waren, besaßen, da die sich über weite Räume erstreckten, trotz fleißiger Arbeit noch keine große Abwehrkraft.

Am 25. Juni erfolgten neue russische Bombenangriffe auf viele Orte im inneren Finnland auch im nördlichen Teil Lapplands. Damit klopfte der Krieg an die finnischen und samischen Tore. Von diesem Tage an stand Finnland Schulter an Schulter mit dem deutschen Waffenbruder im Kriege gegen seinen mächtigen Nachbarn im Osten. Die Zukunft Finnlands hing nun vom Ausgang dieses Krieges ab.

In den Herzen vieler Finnen lebte der heiße Wunsch, das verlorene Gebiet zurückzugewinnen und die Russen vom uralten finnischen/samischen Volksboden wieder zu vertreiben; über dieses allen Finnen selbstverständlich erscheinende Verlangen hinaus ging die alte Sehnsucht vieler Finnen dahin, auch Ostkarelien von der Sowjetherrschaft zu befreien.

In den Vorstellungen der Finnen, die sich auf die Erfahrungen aller früheren Kriege gegen Russland stützten, war die Karelische Landenge der Hauptkriegsschauplatz. Viele Männer der Saami haben hier am Krieg teilgenommen.

Das Antreten der finnisch-deutschen Front zwischen Finnischem Meerbusen und Eismeer erfolgte nicht gleichzeitig, sondern vom linken Flügel aus. Der Angriff des AOK Norwegen begann am 29.6.1941 mit dem Vorgehen des Gebirgsjägerkorps Norwegen aus dem Raum von Petsamo gegen Murmansk. Danach überschritten am 1. Juli die deutsch-finnischen Truppen des Generalkommandos XXXVI die Grenze des Zwangsfriedens von Moskau in Richtung auf das Bergland von Salla. In diesen Gebieten kämpften viele Saami gegen Russen.

Die nach Osten führende Offensive des AOK Norwegen hatte die Murmanbahn zum Ziele. Nach den Angriffzielen, die den drei Korpsgruppen der Armee Falkenhorst gesteckt waren, wurden von nun an die Frontabschnitte im hohen Norden bezeichnet. Es waren die Abschnitte Louhi, Kandalakscha und Murmansk.

Der Zweck der Offensive war das Erreichen der Murmanbahn, um die Einfuhr der Sowjetunion über die See abzuschneiden. Das Gelände, in das die Offensive hineinführte, war eine wegelose, geröllbedeckte unbewohnte Wildnis, die auch Finnen und Saami so gut wie unbekannt war. Es war damals in Europa vielleicht kein einsameres, abgelegeneres Gebiet als diese weiten Einöden zwischen der langen finnischen Ostgrenze und der Murmanbahn. Im Süd- und Mittelabschnitt dehnen sich unermessliche, noch damals ganz unerschlossene Urwälder und Moore aus, oft unterbrochen von großen und kleinen Seen und Wasserläufen, die zum Weißen Meer strömen.

In der Wild- und Ödmark fühlten sich Wolf und Bär sehr viel wohler als Soldaten. Der Lärm der Waffen vertrieb mit der Zeit das Wild. Selbst Birkhühner und Schneehasen hatten die neuen Geräusche zum Anlass genommen, weit auszuweichen, ebenso wie Elche und Auerhähne. Die Fischbrut in den großen Seen nahm schweren Schaden durch Bomben, Minen und Granaten. Die Druckwellen töteten Wassertiere, und deutsche Soldaten konnten das Sterben leider nicht aufhalten. Auch der Wald lichtete sich durch Blockhausbauten, den Tarnbedarf an grünen Zweigen, den Holzbedarf für Knüppeldämme wie für Ofenfeuerung. Ohne Holz wären alle deutschen Soldaten bei -40 bis -50 Grad im Winter 1941 am Rande der Zivilisation umgekommen. Deutsche Soldaten spürten die Tragödie.

Der russische Sommerpfad - die quer durch den Lappländischen Urwald entwickelte Operations- und Nachschubtrasse Ivalo-Petsamo - war die Nabelschur des kämpfenden Gebirgsjägerkorps. Diese lebensnotwendige Verbindung war während aller Jahre wichtig. Der Verkehr mit schweren Lastkraftwagen und gepanzerten Kettenfahrzeugen quer durch den Wald war nur möglich, weil über weite Strecken Knüppeldämme angelegt und Brücken von deutschen Pionieren gebaut wurden.

Tausende Soldaten auf beiden Seiten arbeiteten in den Stützpunkten oder kämpften um die Verbindungswege vorwärts und rückwärts durch den Urwald. Da es keine geschlossene Fronten gab, war der Wald offen für alle. Hunderte sind gefallen durch die Einwirkungen der gegnerischen Luftwaffe, durch reguläre durchgesickerte sowjetische Verbände, die an der Nachschubtrasse täglich Minen legten oder im zusammengefassten Feuer in Hohlwegen die Nachschubkolonnen überraschten.

Am 9. Juni 1944, im vierten Kriegsjahr, startete die Rote Armee eine überraschende Großoffensive in dem karelischen Landengen.

Die Kanonen donnerten Tag und Nacht, immer neue Panzerbataillone rollten gegen die finnischen Stellungen an, und Hunderte von Jagdflugzeugen kreisten über ihnen. Vom 9. Juni bis zur Monatswende August/September dauerten die erbitterten Kämpfe, in denen der Angreifer Abertausende von Soldaten und Hunderte von Panzern verlor. Die Lage war für die Finnen auf dem ganzen lang gestreckten Kriegsschauplatz nur auf der Karelischen Landenge kritisch. Die Situation dort war deshalb so schwierig geworden, weil die Verbindungen über Viipuri nach Westen abgeschnitten waren und weil man nun in einem Gelände kämpfen musste, wo es keine Befestigungen gab, die die ungleichen Kraftverhältnisse hätten ausgleichen können. Außerdem war die Front bedeutend verlängert worden, und den Finnen standen kaum mehr Reserven zur Verfügung.

Hunderte von Zielen wurden mit Hunderttausenden von Bomben belegt, Städte und Dörfer, Siedlungen lagen in Schutt und Asche, und Tausende von Menschen hatten ihr Heim verloren. Beim Friedensschluss wurden die Forderungen der Russen und Finnen erfüllt, sogar mit Zinsen!

Auf der Karelischen Landenge durchbrachen die Sowjets an mehreren Stellen die finnische Front. Am 11. Juni erging die Bitte um deutsche Waffenhilfe, die mit der Entsendung der 122. Infanterie-Division und der Sturmgeschütz-Brigade 303 sowie mit Waffen und Munition auch umgehend eingeleitet wurde. Unter großen Verlusten konnte die sowjetische Angriffswalze zurückgeschlagen werden. Einschließlich der zivilen Opfer aufgrund von Bombardierungen waren seit 1941 etwa 60.000 Finnen infolge von Kampfhandlungen ums Leben gekommen.

Der Krieg hinter den Fronten 1942-1944



In Finnland gab es im ersten Kriegsjahr noch keinen Bandenkrieg im rückwärtigen Gebiet. Es fehlte hier jede Untergrundbewegung in der Bevölkerung, die für den Partisanenkrieg den Nährboden abgibt. Die Grenzbevölkerung diesseits der finnischen Reichgrenze unterstützte die finnische Truppe in jeder Hinsicht bei der Bekämpfung von streifenden Banden. Die Lage änderte sich jedoch im Sommer 1942, als richtige russischen Partisanen eine zunehmende Störungstätigkeit im Rücken der 20. Gebirgs-Armee, besonders im Raum von Salla, zu entfalten begannen.

Das Bandenunwesen beunruhigt die Bevölkerung und erschwerte den Verkehr hinter der Front. Abwehrmaßnahmen wurden erforderlich. Nach Möglichkeit suchte das XXXVI Korps zu verhindern, dass feindliche Streifen um seine Flügel herum hinter die Front eindrangen. Dazu wurden besonders bewegliche Kompanien oder Bataillone über die Flügel der Front in die weglosen Einöden der Grenzmark vorgeschoben, die hier einen beweglichen Kleinkrieg führten und den eingefallenen Trupps den Rückweg abzuschneiden suchten. Das war im Sommer schwierig, im Winter, sobald Schnee gefallen war, schon leichter. Für diese besondere Form des Krieges hinter den Fronten waren die finnischen "Grenzjäger" und "Sissi"-Bataillone besonders geeignet und vom deutschen Waffenbruder sehr geschätzt. Sie waren aus den hinter der langen finnischen Ostgrenze auf einsamen Waldhöfen wohnenden Siedlern, den Holzfällern, Jägern, Waldläufern und Rentierzüchtern gebildet und dieser besonderen Art der Kriegführung den deutschen Soldaten weit überlegen. Mit sicherem Instinkt nahmen sie jedes Geräusch, jede Bewegung, jede Fährte im Urwald und Moor auf.

Auf der Eismeerstraße wurde gelegentlich der Verkehr von den hinter den Fronten kämpfenden Trupps empfindlich gestört. So wurde am 4. Juli 1943 in der Nähe von Ivalo der Postbus überfallen, wobei der Bischof Vallinmaa aus Oulu ums Leben kam. Der Bus war voller Reisender. Plötzlich beschossen die Russen den Bus. Der Bischof und zwei andere Reisende starben gleich, zehn wurden verletzt.

Einzelreisende Deutsche und Finnen waren in Nord-Finnland ihres Lebens nicht mehr sicher. Auch die finnischen und samischen Frauen, die den Banden in die Hände fielen, wurden nicht verschont. Ein anderer großer Angriff geschah am 14. Juli im Dorf Lokka, 40 Kilometer südlich von Kaunispää. Eine große Gruppe von Partisanen machte gegen die in Lokka lebenden Saami eine schrecklichen Freveltat: 21 Einwohner wurden abgeschlachtet und alle Häuser abgebrannt. Viele Menschen wurden verletzt. Fast alle waren Saami.

Außerdem schlachteten marodierende russische Trupps Zivilisten ab und nahmen viele auf Straßen, in Wäldern und auf kleinen Pfaden gefangen.

Waffenstillstand zwischen Sowjetunion und Finnland



Die eigentlichen Verhandlungen in Moskau im Herbst 1944 waren sehr einseitig. Die Verhandlungen schlossen wie bekannt mit einem Ultimatum. Für die Unterzeichnung des Vertragspapiers blieb so wenig Zeit, dass die Unterschriften der finnischen Unterhändler schon auf dem Papier standen, bevor die vom Reichstag bewilligte Unterzeichnungsberechtigung eingetroffen war. Der Vertrag war hart. Die nach dem Winterkrieg gezogene Ostgrenze wurde wieder gültig, außerdem verlor Finnland Petsamo, wo die Skoltsaami wohnten.

Für die Fortsetzung der Verhandlungen über einen Frieden mit Stalin hatte Moskau von den Finnen verlangt, die deutsche Gebirgsarmee aus Lappland zu vertreiben. Im September 1944 trat die Waffenruhe an der finnisch-sowjetrussischen Front ein. Auf Grund der russischen Waffenstillstandsbedingungen, denen sich Finnland beugen musste, kam es im Spätherbst zu bedauerlichen Kämpfen zwischen Finnen und Deutschen - wider den Willen beider. Auf Grund des Waffenstillstandsvertrags zwischen Finnland und der Sowjet-Union musste vom 1. November an die finnische Armee demobilisiert werden.

Der Krieg zwischen Finnen und Deutschen



Bis zum Separatfrieden zwischen Russland und Finnland bestand zwischen Finnland und Deutschland eine Waffenbrüderschaft, weil der gemeinsame Feind Russland hieß. Über 200.000 deutsche Soldaten standen in Lappland, mehr als die Region Einwohner hatte. Nach dem Separatfrieden Finnlands mit Russland verpflichtete sich Finnland, die Deutschen innerhalb von zwei Wochen aus Lappland zu vertreiben. Der zunächst friedliche Abzug endet im Lappland-Krieg. Die Wehrmacht hinterließ bei ihrem Rückzug nach Nordnorwegen verbrannte Erde.

- Onko Separatfrieden oikea käännäs välirauhalle? Olisiko Waffenstillstand parempi?

Nach dem Frieden zwischen Finnland und der Sowjetunion 1944 begann der Krieg zwischen Finnen und Deutschen. Die finnische Regierung verfügte am 9. September die Evakuierung Lapplands. Die deutschen Sicherungskräfte begannen Ende September sich nach Norden zurückziehen. Die Finnen folgten und erreichten am 28. September die Linie Ylijänkä - eine Gegend südlich von Pudasjärvi - Olhava.

Die Spannung zwischen den ehemaligen Waffenbrüdern war also Anfang Oktober schon sehr weit fortgeschritten, so dass jeder neue Zwischenfall unberechenbare Auswirkungen annehmen konnte.

Die Marschbewegung glückte, obgleich die Russen sowohl den Weg nach Norden als auch anfangs noch den Weg nach Kirkenes unterbinden konnten. Auf dem rechten Flügel ergaben sich keine Schwierigkeiten, da die Fühlung mit den Russen bald verloren ging. Die Verhandlungen zur Rückführung der deutschen Truppen aus Südfinnland begannen am 3. September 1944. Am 7. September wurde die Sturmgeschützbrigade 303 als erste der in Südfinnland befindlichen Verbände auf Schiffe verladen, die nach schwieriger Beladung zwei Tage später ausliefen. Am 13. September verließ der Dampfer "Lappland" mit General Erfurt an Bord als letztes deutsches Räumungsschiff den Hafen der Stadt. Bereits am 19. September, der deutsche Rückzug war im Gange, hatte die finnische Delegation in Moskau das Waffenstillstandsabkommen mit der Sowjetunion unterzeichnet.

Die Deutschen hatten in Lappland über 200.000 Mann, 25.000 motorisierte Fahrzeuge und 30.000 Pferde. Und sie hatten einen sorgfältigen Rückzugsplan. Was die Finnen als Lapplandsfeldzug bezeichnen, war für die Deutschen die Verwirklichung dieses Planes. Vor den Verteidigungsstellungen, die die Deutschen an Straßenengen errichtet hatten, kamen die Finnen im Allgemeinen zum Stehen, und mussten die Sperren umgehen. Während sie durch Sümpfe und Moore wateten, verließen die Deutschen ihre Stellungen, sprengten Brücken, legten Minen und zogen weiter. Die Finnen kamen auf Fahrrädern und ohne Tross hinterher, bis sie wieder auf eine Sperre stießen und wieder in die Moore ausweichen mussten.

In Nordfinnland war aufgrund großer Entfernungen und schwieriger Transportverhältnisse an eine Räumung in der von sowjetischer Seite geforderten Frist nicht zu denken. Die Sowjets drängten die Finnen zu Kampfhandlungen, was von den Waffenbrüdern beider Nationen als Ungeheuerlichkeit angesehen wurde. In der Praxis griffen die Finnen die nach Norden zurückweichenden deutschen Verbände nicht im direkten Kampf an; sobald diese ein Gebiet geräumt hatten, erfolgte seine Besetzung. Am 21. Oktober wurden das Nickelwerk und die Siedlung Kolosjoki nach gründlicher Zerstörung von den Deutschen geräumt. Skoltsamen waren schon nach Mittel-Finnland evakuiert.

Auf ihrem Rückzug nach Norden hinterließen die deutschen Soldaten verbrannte Erde. In den Gebieten, die man den Finnen überlassen musste, wurde eine möglichst systematische und gründliche Zerstörung durchgeführt. Alles, was man nicht abtransportieren konnte und was den Finnen hätte von Nutzen sein können, wurde nach Möglichkeit vernichtet. Häuser wurden in Brand gesteckt und Brücken gesprengt.

Evakuieren



Die samischen Gebiete lagen nördlich von Muonio, Kittilä, Sodankylä und Savukoski. In diesem Gebieten lebten in normalen Zeiten - vorsichtig geschätzt - rund 6.000 Menschen auf einer Fläche von ca. 35.000 qkm, was 10 % der finnischen Festlandfläche entspricht. Die Provinz Lappland ist mit gut 100.000 qkm Fläche die nördlichste und größte Provinz (finnisch: "lääni"). Sie stellt den Hauptanteil an der Grenzlinie mit Schweden, Norwegen und der Sowjetunion.

Im Herbst zu evakuieren bedeutete einen unvergleichbaren Eingriff in ein höchst anfälliges zivilisatorisches System. Die nördliche Ecke Europas stellt schon in normalen Zeiten eine extreme Herausforderung für alles menschliche Leben dar: auf den dunklen Winter folgt ein kurzer herber Sommer ohne Nachtdunkelheit. In Nuorgam dauert die durchgehende Dunkelheit über 60 Tage, während die Mitternachtsonne 78 Mal im Jahr zu sehen ist. Die samischen Siedlungen waren damals klein und lagen weit verstreut; Fischfang, Jagd, Rentierzucht und Ackerbau bildete seit alter her den Haupterwerbszweig ihrer Bewohner.

Wer hier zur angestammten samischen Bevölkerung zählte, hatte gerade im häufig stolzen Widerspruch zu vielen rationalen Argumenten und trotz aller wirtschaftlichen und klimatischen Widrigkeiten an seinem beschwerlichen Alltag im äußersten Norden festgehalten. Gegen dieses tradierte Beharrungsvermögen konnten militärische Appelle wenig ausrichten, zumal viele wohl gar nicht verstanden, was mit dem Fremdwort Evakuierung gemeint war, solch soldatisch geprägte Begriffe hatten hier keine Tradition.

Die Evakuierungsmaßnahmen waren sehr umfasend, aber letzlich nicht total. Viele samische Rentierzüchter konnten sich rechtzeitig in Verstecke in die Wildnis zurückziehen. Erdlöcher, Felsspalten, Höhlen, umgekehrte Ruderboote, einfache Hütten waren Beahausungen, in denen sich Rentierzüchtern verkrochen, ständig in der Angst, von den kontrollierenden deutschen Militärabteilungen entdeckt zu werden. Bereits vor Einleitung der Zwangsevakuierung waren die Menschen zur Flucht vor den sich feindlich gegenüberstehenden Heeren gezwungen gewesen.

Das OKW hielt es für geboten, Lappland so gründlich zu zerstören. dass ein etwa nachstoßender Feind in seinen Operationsmöglichkeiten wesentlich behindert werden würde. In einem so zerstörten Gebiet hatte die Zivilbevölkerung keine Lebensmöglichkeit mehr. Das Volk wäre verhungert und verkommen oder zwangsläufig auf Gedeih und Verderb den Russen in die Arme getrieben worden. Ferner lag dem OKW daran, dass kein "anderes Lappland außerhalb des deutschen Machtbereiches entstand" - ein politischer Gedanke, dessen Gewicht die Soldaten nicht beurteilen konnten. Wenn Nord-Lappland aber gründlich zerstört werden sollte, dann musste es notgedrungen auch evakuiert werden. Dass es Soldaten wider den Strich geht, einer Bevölkerung, die in all den Jahren der Besetzung Lapplands friedlich und schiedlich mit der Besatzungsgruppe zusammen gelebt hatte, Haus und Hof zu zerstören und die Heimat zu nehmen, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Diese Evakuierung nach Schweden und nach Mittel-Finnland von rund 168.000 Menschen schlug aber im Rahmen der ohnehin schwierigen Truppenbewegungen außerordentlich belastend zu Buche.

Die Truppe wurde angewiesen, bei der Freimachung alle unnötigen Härten zu vermeiden, besonders Frauen, Kindern und Gebrechlichen jede nur mögliche Hilfe zu geben, der leidenden Bevölkerung feste Unterkünfte zur Verfügung zu stellen und sich selbst mit eigenem Zeltraum oder Notunterkünften zu begnügen, ihr allen verfügbaren Transportraum auf Land- und Wasserfahrzeugen anzubieten, ihr ärztliche Hilfe zu gewähren, ihr mit Lebensmitteln auszuhelfen, Familienangehörige möglichst nicht zu trennen und Ähnliches mehr. Solche Weisungen bleiben aber leere Worte, wenn die Truppe, in deren Hand die Durchführung lag, nicht einsichtig und menschlich handeln. Die Truppen nahmen aber die aus der Evakuierung erwachsenden Aufgaben und Unbequemlichkeiten verständig in Kauf. Sie halfen, wo sie konnten.

Unter heftigen Nachhutkämpfen vollzog sich der deutsche Rückzug nach Norden. Die Finnische Armee drängte den ehemaligen Waffenbruder, die deutschen Soldaten, immer weiter nach Norden zurück.

Am 30. Oktober wurde Muonio an der schwedischen Grenze von den Deutschen den Finnen überlassen. Anschließend überschritten motorisierte deutsche Kräfte die norwegische Grenze.

Am 13. November rückte die finnische Truppe in Inari ein und erreichte am 20. November die Finnische Grenze bei Utsjoki und Karasjok. Damit war der Nordteil von Lappland wieder in finnischer Hand.

Am 19. Januar 1945 standen die Finnen vor der Landesgrenze bei Kilpisjärvi. Im gebirgigen Gelände des Dreiländerecks hatten die Deutschen starke Befestigungen angelegt, um die während des ganzen Winters von den Finnen mit einer deutschen Nachhut heftig gekämpft wurde. Hier räumten die Deutschen erst am 25. April ihre letzte Stellung auf finnischem Gebiet.

Die Absicht, beim Rückmarsch noch auf finnischem Boden Halt zu machen, sollte den Finnen jedenfalls vorenthalten werden. Ferner gab Hitler für die Geschichte der finnisch-deutschen Beziehungen sehr wichtige und folgenschwere Weisungen, in welchem Umfange auf dem Rückmarsch Zerstörungen vorgenommen werden sollten. Das führte zu großen Veränderungen der Beziehungen zwischen Finnen und Deutschen.

Nach dem Krieg waren die meisten heimkehrenden samischen Frontsoldaten junge Rentierzüchter, Fischer und Landarbeiter, die zunächst das Gewehr mit Lasso, Axt und Säge vertauschten und in den Wintermonaten überwiegend beim Fischfang, Rentierzucht und beim Holzeinschlag und zum Teil bei Bauarbeiten ihr Einkommen fanden. Überspitzt könnte man sagen, die Samen lebten damals wieder von der Rentierzucht, kleinförmiger Landwirtschaft und vom Wald. Eine ganz wesentliche Voraussetzung für das Gelingen des Wiederaufbauprogramms war die Nutzung der natürlichen Ressourcen - insbesondere Fischfang, Landwirtschaft, Rentierzucht, Landwirtschaft - sowie vor allem des Waldreichtums und der Möglichkeiten der holzverarbeitenden Industrie.

Zu sehr großen Problemen wurden nach dem zweiten Weltkrieg die Minenfelder, die deutsche Soldaten überall gelegt hatten. Manche Opfer haben sie gekostet. Die Finnen versuchten, die deutschen Minen zu räumen, doch das gelang nicht immer. Viele Rentiere wurden von Minen zerrissen. Über 10 Jahre nach dem Krieg gab es noch Minenschäden für die Rentierwirtschaft. Der letzte Rentierschaden geschah in Kaunispää im Juli Jahr 1956; 300 Rentiere "flogen in den Himmel", als eine große Panzermine explodierte.

Der Preis des Krieges



Die Gesamtzahl der gefallenen und vermissten Finnen im Winter- und Fortsetzungskrieg beträgt 90.000 Mann; 3.900 waren in Gefangenschaft geraten. Der Anteil der Gefallenen an der damaligen Bevölkerung war etwa zweieinhalb Prozent und somit wesentlich geringer als der Prozentsatz der vom Krieg erfassten Länder Mitteleuropas. Finnlands Zivilbevölkerung überstand mit geringeren Opfern als die Zivilbevölkerung anderer Länder. Nur etwa 3.000 Menschen kamen ums Leben, also weniger als drei Prozent aller im Krieg Umgekommenen.

Die Kriegzeit zwischen 1939 und 1945 forderte von den finnischen Saami große Opfer. Über 100 Saamisoldaten waren gefallen, über 100 verwundet und während der Evakuierung starben 90, meistens Kinder, die bis 5 Jahre alt waren. Der Verlust betrug 10 %. Die Finnen hatten im Vergleich durchschnittlich 3 % Verluste zu beklagen.

Durch die Verluste an Gefallenen überstiegen die Sterbeziffern die Geburtenraten in drei Kriegsphasen - während des Winterkrieges 1939-1940, in der Angriffsphase des Fortsetzungskrieges im Spätsommer und im Herbst 1941 sowie während der schweren Kämpfe an der Karelischen Landenge im Juni 1944. Die Verluste veränderten die Bevölkerungsstruktur und führten zu einem Frauenüberschuss, was umfassende, bis in die Gegenwart hineinreichende bevölkerungs- und sozialpolitische Folgen mit sich gebracht hat.

Die Gesamtzahl der Verwundeten betrug knapp 190.000, etwa 50.000 Männer werden bis zu ihrem Lebensende Invaliden bleiben.

Dagegen verlor Finnland durch den Friedensschluss bedeutende Landgebiete, Wälder, Rentierweiden und Ackerflächen u.s.w.

Außerdem war eine halbe Million Menschen heimatlos geworden, alle Skoltsami von Petsamo. Fremde Menschen eigneten sich uralten samischen Boden an, auf dem die Skoltsami Jahrhunderte hindurch im Schweiße ihres Angesichts gelebt hatten.

Durch den Waffenstillstand verlor Finnland zwölf Prozent seines Territoriums. Alle 400.000 Einwohner der an die Sowjetunion abgetretenen Gebiete siedelten in das Mutterland über, um sich eine neue Bleibe und einen Lebensunterhalt zu beschaffen.

Die Regierung leitete in größter Eile die Vorbereitung eines Gesetzes zur Landbeschaffung ein, das der alte Reichstag im Frühjahr 1945, an seinen letzten Arbeitstag, annahm. Nach diesem Gesetz konnten von den kleinsten Höfen zehn Prozent, von den größten nicht weniger als 75 Prozent der Bodenflache für Ansiedlungszwecke zwangsenteignet werden. Die Aussiedler konnten bei der Landvergabe ihr Recht geltend machen, aber auch Frontsoldaten, Kriegerwitwen und Kriegwaisen konnte Land zugewiesen werden.

Mit diesem Landbeschaffungsgesetz wurde eine der gründlichsten Bodenreformen Europas vollzogen. Das Vorhaben war für die Volkswirtschaft eine größere Belastung als die Reparationszahlungen, und es wurde in geradezu atemberaubendem Tempo durchgeführt. Schon 1947 war mehr als die Hälfte der Aussiedler untergebracht, am Ende des folgenden Jahres bereits 95 Prozent. Viele Skoltsaami durften ein eigenes Landstück (1.5 ha) im nördlichsten Teil (Sevettijärvi) und dem südlichsten Teil der Inari Gemeinde erwerben.

Das Gelingen der Ansiedlungspolitik war auch außenpolitisch bedeutungsvoll. Weil die Finnen Karelien, Salla und Petsamo verließen, waren die Provinzen nicht mehr finnisches Gebiet. Das rasche Agieren der finnischen Regierung, die Aussiedler unterzubringen, zeigte der Sowjetunion, dass Karelien, Salla und Petsamo für Finnland keine Irredante sind.

Der Krieg zwischen Finnen und Deutschen in Lappland war schlimm. Es ist erwiesen, dass zahlreiche Zerstörungen an alten Kulturbauten und Verkehrseinrichtungen stattgefunden haben, auch wurden Ortschaften im Saamigebiet zerstört.

Durch den in Moskau geschlossenen Frieden (1940 und 1944) verlor Finnland bedeutende Landgebiete auf der Karelischen Landenge und nördlich des Ladoga-Sees, sowie Bezirke von Salla und Petsamo - samische/finnische Erde, die das samische/finnische Volk seit Jahrhunderten mit Mühe und Schweiß beackert und beweidet hatte. Besonders schmerzlich war für die Skoltsaami der Verlust der Petsamo-Umgebung, dieses unvergleichlich schönen Teils der Kolahalbinsel am Eismeer. Der Lapplandkrieg ist in der Geschichte des 2. Weltkriegs ein verhältnismäßig unbekanntes Kapitel. 774 finnische Gefallene, 262 Verwundete, 2.904 Verletzte sowie 1.000 gefallene und 2.000 verletzte deutsche Soldaten. Die Finnen übergaben 1.300 deutsche Gefangene der Sowjetunion. Der Lappland-Krieg, der von September 1944 bis 27. April 1945 dauerte, forderte noch in der Folge viele Opfer: Verluste und Schäden dauerten bis in die 1970er Jahre fort. Bei ungefähr 600 Rodungen starben 28, verwundet wurden 43 Menschen. Wegräumungsarbeiten forderten später insgesamt 72 Opfer und 141 Verwundete. Nach dem Lappländischen Krieg wurden über 800.000 Geschosse, 70.000 Minen und 400.000 verschiedene Sprengladungen geräumt.

Unmittelbar vorher noch hatten Deutsche und Finnen Seite an Seite gegen die Sowjetunion gekämpft, wodurch der Lapplandkrieg einer wahren Tragödie gleichkommt. Als wir nach der Evakuierung aus Mittel-Finnland Ende Juli 1945 zurückkamen, war alles zerstört. Die Stimmung war sehr traurig.

Ein wenig von Wiederaufbau



Nachdem im Mai 1945 die Okkupationszeit mit der kampflosen Übergabe der Festung Lappland endete, zog es viele Evakuierte bereits im Sommer 1945 in ihre alten Wohnorte zurück. Diese schnelle Rückwanderung war von Seiten der finnischen Behörden nicht erwünscht, da man erst für dauerhafte Wohngebäude sorgen wollte. Hinzu kam die Absicht, mit Lenkungsmaßnahmen bessere wirtschaftliche Voraussetzungen für wiedererstehende Gemeinden zu schaffen. Mit dieser gewaltigen Aufgabe waren die Behörden überfordert. Die Rückkehr und der Wiederaufbau ließen sich kaum regulieren. Die Bevölkerung half sich erst einmal mit Baracken, die später festen Häuser wichen. Der Wiederaufbau alter Ortschaften in neuem Gewand konnte die Bevölkerung aber nicht mit ihrem Schicksal versöhnen, das ihr schuldlos die Zerstörung der Heimat durch die deutschen Truppen im Spätjahr 1944 gebracht hatte. Zudem war nur geringer Trost darin zu finden, dass man nur einen und zwar unerwartet treuen Verbündeten hatte: das überraschend milde Herbstwetter, wie man es seit 60 Jahren nicht mehr erlebt hatte, verhinderte Schlimmeres.

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